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Veränderungen von Risikofaktoren nach stationärer Rehabilitation bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit

Hintergrund und Fragestellung: Ein wesentliches Ziel stationärer rehabilitativer Maßnahmen bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit (KHK) ist es, die beeinflussbaren kardiovaskulären Risikofaktoren zu reduzieren und diese Reduktion möglichst dauerhaft zu erhalten. Ziel unserer Analyse war, zu unter... Full description

Journal Title: Deutsche Medizinische Wochenschrift 2003, Vol.128(28/29), pp.1525-1530
Main Author: Küpper-Nybelen, J
Other Authors: Rothenbacher, D , Hahmann, H , Wüsten, B , Brenner, H
Format: Electronic Article Electronic Article
Language: Deutsch
ID: ISSN: 0012-0472 ; E-ISSN: ; DOI: 10.1055/s-2003-40388
Link: dx.doi.org/10.1055/s-2003-40388
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description: Hintergrund und Fragestellung: Ein wesentliches Ziel stationärer rehabilitativer Maßnahmen bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit (KHK) ist es, die beeinflussbaren kardiovaskulären Risikofaktoren zu reduzieren und diese Reduktion möglichst dauerhaft zu erhalten. Ziel unserer Analyse war, zu untersuchen, inwieweit dies in der derzeitigen Praxis der stationären Rehabilitation und der ambulanten Nachbetreuung durch den Hausarzt gelingt. Patienten und Methodik: In die KAROLA-Studie (Langzeiterfolge der KAR di OL ogischen A nschlussheilbehandlung) wurden 1206 Patienten zwischen 30 und 70 Jahren (mittleres Alter: männlich: 58,3 Jahre, weiblich: 60,8 Jahre), die aufgrund einer KHK zwischen Januar 1999 und Mai 2000 zur stationären Rehabilitation (Reha) kamen, eingeschlossen. Nach der Basiserhebung wurde 1 Jahr nach Entlassung eine Folgeerhebung durchgeführt, die eine erneute schriftliche Befragung und eine standardisierte Nachuntersuchung beim Hausarzt beinhaltete. Ergebnisse: Für die folgenden Risikofaktoren konnte bei Patienten mit zu Beginn der Reha deutlich erhöhten Werten während der Reha eine statistisch signifikante Verbesserung erreicht werden: Body mass index (-0,7 kg/m²), diastolischer Blutdruck (-10 mmHg), systolischer Blutdruck (-10 mmHg), Gesamt-Cholesterin (-73 mg/dl), LDL-Cholesterin (-63 mg/dl), HDL-Cholesterin (+ 3 mg/dl), Triglyceride (-70 mg/dl). Im ersten Jahr nach der Reha stiegen bei diesen Patientengruppen die Durchschnittswerte aller untersuchten Risikofaktoren, mit Ausnahme des LDL-Cholesterins, jedoch wieder signifikant an. Die Verordnung von Lipidsenkern nahm während der Reha von 56 % auf 76 % zu und wurde im ersten Jahr nach der Reha beibehalten. Folgerungen: Während der Reha bessern sich im Durchschnitt wichtige Risikofaktoren der KHK, die jedoch in der ambulanten Weiterbetreuung nur bedingt aufrecht erhalten werden können. Zur nachhaltigen Sicherung der Reha-Erfolge bedarf es deshalb eines verbesserten Präventionskonzeptes, insbesondere in der ambulanten Nachsorge.
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1Background and objective: Rehabilitation therapy of patients with coronary heart disease (CHD) aims at reducing cardiovascular risk factors and at maintaining reduced risk factor levels. The aim of this analysis was to assess to what degree current in-patient rehabilitation and subsequent out-patient care by general practitioners (GPs) achieve these goals.Patients and methods: As part of the KAROLA-Study (Langzeiterfolge der KARdiOLogischen Anschlussheilbehandlung = Long-term success of cardiological rehabilitation therapy) 1206 patients between 30 and 70 years of age (mean age: male: 58.3 years, female: 60.8 years) who underwent in-patient rehabilitation due to CHD between January 1999 and May 2000 were recruited. Risk factor levels were assessed at the beginning and at the end of in-patient rehabilitation, and patients were re-examined one year after discharge using a standardised exam conducted by the GPs.Results: Patients with increased risk factor levels at the time of admission showed significant improvements in the following risk factors during rehabilitation: Body mass index (-0.7 kg/m²), diastolic blood pressure (-10 mmHg), systolic blood pressure (-10 mmHg), total cholesterol (-73 mg/dl), LDL-cholesterol (-63 mg/dl), HDL-cholesterol (+ 3 mg/dl), triglycerides (-70 mg/dl). One year after discharge, however, all but one of the parameters (LDL-cholesterol) had re-increased significantly. The prescription of lipid lowering drugs rose from 56 % to 76 % during rehabilitation therapy and remained constant during the first year after discharge.Conclusions: During in-patient rehabilitation therapy important risk factors of CHD improved on average, but these improvements are only partly sustained in the long term. To ensure long-term success of rehabilitation measures more effective maintenance of risk factor modification in subsequent out-patient care is needed.
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1Background and objective: Rehabilitation therapy of patients with coronary heart disease (CHD) aims at reducing cardiovascular risk factors and at maintaining reduced risk factor levels. The aim of this analysis was to assess to what degree current in-patient rehabilitation and subsequent out-patient care by general practitioners (GPs) achieve these goals.Patients and methods: As part of the KAROLA-Study (Langzeiterfolge der KARdiOLogischen Anschlussheilbehandlung = Long-term success of cardiological rehabilitation therapy) 1206 patients between 30 and 70 years of age (mean age: male: 58.3 years, female: 60.8 years) who underwent in-patient rehabilitation due to CHD between January 1999 and May 2000 were recruited. Risk factor levels were assessed at the beginning and at the end of in-patient rehabilitation, and patients were re-examined one year after discharge using a standardised exam conducted by the GPs.Results: Patients with increased risk factor levels at the time of admission showed significant improvements in the following risk factors during rehabilitation: Body mass index (-0.7 kg/m²), diastolic blood pressure (-10 mmHg), systolic blood pressure (-10 mmHg), total cholesterol (-73 mg/dl), LDL-cholesterol (-63 mg/dl), HDL-cholesterol (+ 3 mg/dl), triglycerides (-70 mg/dl). One year after discharge, however, all but one of the parameters (LDL-cholesterol) had re-increased significantly. The prescription of lipid lowering drugs rose from 56 % to 76 % during rehabilitation therapy and remained constant during the first year after discharge.Conclusions: During in-patient rehabilitation therapy important risk factors of CHD improved on average, but these improvements are only partly sustained in the long term. To ensure long-term success of rehabilitation measures more effective maintenance of risk factor modification in subsequent out-patient care is needed.
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pub© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York
doi10.1055/s-2003-40388
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date2003-07-11