schliessen

Filtern

 

Bibliotheken

Werner von Rheinbaben und die deutsche Außenpolitik zwischen 1925/1926 und 1933 / Rainer Orth

Inhaltsangabe: Mit Blick auf die soziale Zusammensetzung des diplomatischen Korps des Deutschen Reiches ist vielfach von der Auswärtigen Politik als einer ‘Adelsdomäne’ gesprochen worden. Und tatsächlich, einer der ersten Aspekte, die dem Betrachter ins Auge stechen, der nach Kontinuitätslinien zwis... Full description

PPN (Catalogue-ID): 772321434
Nebentitel: Bachelorarbeit
Personen: Orth, Rainer [VerfasserIn]
Format: eBook eBook
Language: German
Published: Hamburg, Diplom.de, 2009
Edition: 1. Aufl.
Hochschule: Bachelorarbeit, Universität Konstanz, 2008
Basisklassifikation: 15.43
Subjects:

Rheinbaben, Werner von / Weimarer Republik / Außenpolitik

Formangabe: Hochschulschrift
Physical Description: 1 Online-Ressource (79 Seiten), Illustrationen.
ISBN: 3-8366-2449-4
978-3-8366-2449-7

Similar Items

Vorhandene Hefte/Bände

more (+)

Informationen zur Verfügbarkeit werden geladen

Staff View
LEADER 08577cam a2200481 4500
001 772321434
003 DE-627
005 20180324173234.0
007 cr uuu---uuuuu
008 131126s2009 xx |||||om 00| ||ger c
020 |a 3836624494  |9 3-8366-2449-4 
020 |a 9783836624497  |9 978-3-8366-2449-7 
035 |a (DE-627)772321434 
035 |a (DE-599)GBV772321434 
040 |a DE-627  |b ger  |c DE-627  |e rda 
041 |a ger 
044 |c XA-DE-HH 
084 |a 15.43  |2 bkl 
100 1 |a Orth, Rainer  |e verfasserin  |0 (DE-588)138003505  |0 (DE-627)598864083  |0 (DE-576)306127938  |4 aut 
245 1 0 |a Werner von Rheinbaben und die deutsche Außenpolitik zwischen 1925/1926 und 1933  |c Rainer Orth 
246 1 |i Titelzusatz auf dem Umschlag  |a Bachelorarbeit 
250 |a 1. Aufl. 
264 1 |a Hamburg  |b Diplom.de  |c 2009 
300 |a 1 Online-Ressource (79 Seiten)  |b Illustrationen 
336 |a Text  |b txt  |2 rdacontent 
337 |a Computermedien  |b c  |2 rdamedia 
338 |a Online-Ressource  |b cr  |2 rdacarrier 
502 |b Bachelorarbeit  |c Universität Konstanz  |d 2008 
520 |a Inhaltsangabe: Mit Blick auf die soziale Zusammensetzung des diplomatischen Korps des Deutschen Reiches ist vielfach von der Auswärtigen Politik als einer ‘Adelsdomäne’ gesprochen worden. Und tatsächlich, einer der ersten Aspekte, die dem Betrachter ins Auge stechen, der nach Kontinuitätslinien zwischen den unterschiedlichen Formen deutscher Staatlichkeit in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sucht, ist das außerordentlich hohe Maß an sozialer Homogenität, das die höhere Mitarbeiterschaft des Auswärtigen Amtes in der Berliner Wilhelm-Straße in dieser Zeit kennzeichnete: Ungeachtet aller politischen Umwälzungen, die das Reich in den ersten fünf Jahrzehnten des Säkulums durchmachte, die Wahrnehmung der außenpolitischen Geschäfte blieb immer das beinahe selbstverständliche Vorrecht der Herren ‘von’ und ‘zu’. Die Männer mit dem ‘blauen Blut’ und den klangvollen Namen bildeten stets das unverzichtbare Rückgrat, das das außenpolitische Getriebe zusammenhielt - egal ob das Reich gerade als halbautokratische Monarchie (wie unter Wilhelm II.), als demokratische Republik (wie in den 1920er Jahren) oder als totalitär- anarchistischer Führerstaat existierte (wie in den 1930er und 1940er Jahren). Dank ihrer ‘gut verschanzten Positionen’ im Apparat der Wilhelmstraße, waren die Adeligen für seinen reibungslosen Betrieb praktisch ‘unentbehrlich’. Dementsprechend tauchen Namen, wie von Bülow, von Bismarck oder von Weizsäcker über alle Epochenzäsuren hinweg zu praktisch jeder Zeit in den Namensregistern des Auswärtigen Amtes auf. Ein prominenter Vertreter dieses außenpolitischen Establishments, der in allen drei Inkarnationen des Deutschen Reiches diplomatisch tätig war, war der ehemalige Marineoffizier und Legationssekretär Werner von Rheinbaben. Als außenpolitischer Sprecher seiner Partei - der von Gustav Stresemann geführten Deutschen Volkspartei (DVP) – im Berliner Reichstag, als Vertreter seiner Fraktion im Auswärtigen Ausschuss des Parlaments, und als Mitglied der deutschen Delegationen beim Völkerbund in Genf zwischen 1926 und 1933, und bei der Genfer Abrüstungskonferenz der Jahre 1932 und 1933 avancierte von Rheinbaben in der Weimar er Zeit zu einem der maßgeblichen Außenpolitiker des Reiches. Das Anliegen der vorliegenden Arbeit ist es nun, sein außenpolitisches Wirken in den Jahren 1925/1926 bis 1933 genauer in den Blick zu nehmen. Das Augenmerk gilt dabei in erster Linie Rheinbabens außenpolitischem Streben auf theoretischer Ebene, also den Ideen, Vorstellungen und Anschauungen, denen er in diesen Jahren anhing sowie den von ihm verfolgten Plänen und Zielen. Seiner praktische Tätigkeit auf den außenpolitischen Bühnen von Berlin und Genf in ihrer stückwerkhaften Tagesroutine soll demgegenüber eine nur mehr untergeordnete Rolle eingeräumt werden. Die Darstellung von Rheinbabens außenpolitischer Gedankenwelt orientiert sich im Nachfolgenden in erster Linie an den bestimmenden Themenfeldern der deutschen Auswärtigen Politik jener Jahre: Das Streben nach einer Revision der Versailler Vertragsbestimmungen von 1919 und dem Wiederaufstieg des Reiches in den Rang einer Großmacht, dann, die bilateralen Beziehungen des Reiches zu seinen wichtigsten Nachbarn (Frankreich, Großbritannien, Polen und der Sowjetunion) und seine Rollenfindung in der neuartigen Institution des Völkerbundes sowie schließlich die Konflikte, die sich um die Frage der Auf- bzw. Abrüstungspolitik entsponnen. Um die Gedankenwelt Rheinbabens besser verstehen, und in ihren Sinnzusammenhängen begreifen, zu können, wird Abschnitt I.2. eine kurze biografische Skizze bieten, die den Lebenshintergrund nachzeichnet, vor dem er als Außenpolitiker agierte. Während ihn die Erfahrungen in den Jahren 1878 bis 1919 sozusagen geistig vorprägten, also bestimmte Denk- und Wahrnehmungsmuster in ihm dispositionierten, ohne die auch sein Handeln und Urteilen in zahlreichen außenpolitischen Fragen kaum verständlich ist, stellen die Ereignisse der späteren Jahre - in die seine aktive Politikerzeit fällt - Einflüsse dar, die schon aufgrund der Unmittelbarkeit mit der sie auf ihn einwirkten nicht unerwähnt bleiben dürfen. Um der, sich aus der Natur dieser Arbeit - die ja auf die Wiederzutageförderung der subjektiven Sichtweisen einer einzelnen Person abhebt - ergebenden Gefahr einer ‘perspektivischen Verengung’ vorzubeugen, soll ihr analytischer Horizont dadurch erweitert werden, dass Rheinbabens Blickpunkte beständig in einen größeren Gesamtkontext eingereiht werden. Als Mittel zu diesem Zweck soll die beständige Einbettung von Rheinbabens Anschauungen und Deutungen in den Chor der Meinungen seiner Zeitgenossen und der Urteile von nachbetrachtenden Forschern dienen. Seine Ideen, Standpunkte und Ziele sollen schließlich, auf der Grundlage dieser kontrastiven ‘Gegenzeichnung’, auf ihren Realismus und ihre Tragfähigkeit hin überprüft werden. Die chronologischen Eckpunkte dieser Arbeit, 1925/1926 und 1933, ergeben sich dabei geradezu von selbst: Die Jahre 1925/1926 markieren, mit dem Abschluss des Vertrages von Locarno und dem Eintritt Deutschlands in den Genfer Völkerbund, faktisch nichts anderes als das Heraustreten des Reiches aus der Isolation. Sein Dasein als europäischer Paria, das es in den ersten Jahren nach dem Ende des Ersten Weltkrieges gefristet hatte, findet mit diesen Schritten ein Ende. Mit der Rückkehr in das ‘Konzert der europäischen Großmächte’ beginnt gerade für Rheinbabens außenpolitisches Wirken die interessanteste Zeit: Während seine Gedanken zur Außenpolitik in den vorangegangenen Jahren im Großen und Ganzen nichts weiter waren als ‘Theoretereien’ ohne eine Möglichkeit zu ihrer Verwirklichung, erhalten seine Gedanken ab 1925/1926 eine ganz neue Qualität, da sie nun mit Blick auf ein völlig gewandeltes Maß an Realisierbarkeit gedacht werden. Das Jahr 1933 ist eine noch einfacher zu begründende Zäsur: Mit Rheinbabens Entlassung aus dem diplomatischen Dienst, gemäß Artikel §6 des nationalsozialistischen ‘Gesetzes zur Wiedereinführung des Berufsbeamtentums’, unmittelbar nach dem deutschen Austritt aus dem Völkerbund im Oktober 1933, endet seine Tätigkeit im Umfeld der Schaltstellen der deutschen Außenpolitik. Da er fortan nur noch als Privatdiplomat tätig ist, und somit keinen Hebel mehr in er Hand hat, um die Gestaltung der internationalen Beziehungen in seinem Sinne zu beeinflussen, sind seine Ansichten zu den außenpolitischen Ereignissen der anbrechenden Jahre meist ohne Folgen, und daher an dieser Stelle nur von untergeordnetem Interesse. 
655 7 |a Hochschulschrift  |0 (DE-588)4113937-9  |0 (DE-627)105825778  |0 (DE-576)209480580  |2 gnd-content 
689 0 0 |D p  |0 (DE-588)11874481X  |0 (DE-627)079525423  |0 (DE-576)209390859  |a Rheinbaben, Werner von  |d 1878-1975  |2 gnd 
689 0 1 |D s  |0 (DE-588)4065109-5  |0 (DE-627)10612059X  |0 (DE-576)209156864  |a Weimarer Republik  |2 gnd 
689 0 2 |D s  |0 (DE-588)4003846-4  |0 (DE-627)10438896X  |0 (DE-576)208852972  |a Außenpolitik  |2 gnd 
689 0 |5 (DE-627) 
856 4 0 |u http://www.diplom.de/ 
856 4 0 |u http://epub.sub.uni-hamburg.de/epub/volltexte/campus/2017/73163/  |z Lizenzpflichtig 
912 |a GBV_ILN_22 
912 |a SYSFLAG_1 
912 |a GBV_KXP 
936 b k |a 15.43  |j Deutsche Geschichte des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart  |0 (DE-627)181569701 
951 |a BO 
980 |2 22  |1 01  |b 1724794302  |h SUBolrdow  |x 0018  |y zu  |z 23-11-17 
995 |2 22  |1 01  |a SUBolrdow