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Die Figur des Märtyrers in den Dramen des Andreas Gryphius / Kirsten Hollensteiner

Verlagsinfo: Auf den folgenden Seiten soll erst ein allgemeines Bild des Märtyrers projektiert und dargestellt werden, um in einem zweiten Schritt diese allgemeingültigen Aussagen auf Gryphius` spezifische Märtyrerfiguren anzuwenden oder zu kontrastieren. Die vier untersuchten Dramen Leo Armenius, C... Full description

PPN (Catalogue-ID): 772704260
Nebentitel: Magisterarbeit
Personen: Hollensteiner, Kirsten [VerfasserIn]
Format: eBook eBook
Language: German
Published: Hamburg, Diplom.de, 2005
Series: Germanistik
Hochschule: Magisterarbeit, Ruhr-Universität Bochum, 1999
Basisklassifikation: 17.82
17.93
18.10
Subjects:

Gryphius, Andreas / Drama / Märtyrer

Formangabe: Hochschulschrift
Physical Description: 1 Online-Ressource (113 Seiten)
ISBN: 3-8324-8404-3
978-3-8324-8404-0

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520 |a Verlagsinfo: Auf den folgenden Seiten soll erst ein allgemeines Bild des Märtyrers projektiert und dargestellt werden, um in einem zweiten Schritt diese allgemeingültigen Aussagen auf Gryphius` spezifische Märtyrerfiguren anzuwenden oder zu kontrastieren. Die vier untersuchten Dramen Leo Armenius, Catharina von Georgien, Carolus Stuardus und Aemilius Paulus Papinianus weisen jeweils eine Gemeinsamkeit auf: der Dramenheld ist zugleich Titelfigur und stirbt als Märtyrer – wie im einzelnen zu zeigen sein wird. Dementsprechend gliedert sich diese Arbeit in drei Teile: einen allgemeinen Part zum Märtyrer, der Darstellung der Märtyrerfigur in Gryphius` vier Dramen (unter Berücksichtigung der Forschungsliteratur) und einer Ausarbeitung des Gryphschen Märtyrerbegriffs. Die einzelnen Tragödien sollen jeweils unter dem Aspekt des Märtyrertodes analysiert werden, um schließlich den für Gryphius eigenen Märtyrerbegriff zu konstruieren. In dieser Schlussbetrachtung soll verdeutlicht werden, inwiefern Gryphius einen von der Tradition unabhängigen Märtyrerbegriff entwickelt bzw. er sich an dem historischen Terminus orientiert. Als Märtyrer wird eine Person bezeichnet, die sich für eine Idee bzw. ihre Überzeugung einsetzt, dafür Nachteile und Verfolgungen in Kauf und sogar den Tod auf sich nimmt. Charakteristisch für jeden Märtyrer ist seine "Standhaftigkeit, sein übermenschlicher Mut, ihre Seele bleibt von den Qualen des Leibes unangefochten, und sie gehen zur Folter, die zum unabdingbaren Bestandteil des Märtyrertodes wurde, wie zu einem Fest". Der Begriff Märtyrer entstammt dem griechischen Wort Martyros, das mit Zeuge übersetzt werden kann. Mit dem Begriff des Zeugen wurden um das Jahr 100 vor allem Christen verbunden, die nach der Lehre Christi lebten. Im zweiten Jahrhundert nach Christi unterlag der Begriff Martyros dann einem Bedeutungswandel; er wurde präzisiert und die Konnotation bezog sich nun vor allem darauf, dass ein Märtyrer für seinen Glauben sterben musste. In der Epoche des Barock entstanden zahlreiche Märtyrerstücke. Mit dieser Art von Dichtung sollten Menschen bekehrt werden, sie sollten sich wieder auf ihre christlichen Werte berufen und sich zu ihrem Glauben bekennen. Gerade in Andreas Gryphius` Märtyrerdichtung wird der Tod des Dramenhelden nicht als negatives Moment des Lebens dargestellt. Es erscheint vielmehr so, als würde der Märtyrer in den Dramen als Sieger über den Tod hervorgehen. Der Held weiß, dass nach seinem Tode das ewige Leben beginnt. "Ja freylich! ja! Wir gehn zu Gott ins Leben ein. [...] Ade mit disem Kuß bis in die Ewigkeit." Der Tod führt somit nur den physischen Verfall des Menschen herbei, die Seele des Märtyrers tritt ins ewige Leben ein. Der Märtyrer triumphiert über den Tod, der folglich besiegt und überwunden wird. Im Mittelalter stand folgende Warnung und Belehrung an den Wänden der Kirchen: "Bedenkt, dass Ihr alle sterben müsst." Gleichzeitig stand an versteckter Stelle jedoch auch die Verkündigung des ewigen Lebens – des Triumphes über den Tod. "Der ‚Christus triumphans’ wird im Mittelalter für den Gläubigen zum Sieger über den Tod." Der Glaube an Jesus Christus wird somit zu diesem Zeitpunkt gestärkt. Auch in den Barockdramen Andreas Gryphius` spielt der Glaube eine große Rolle. Denn erst durch den Glauben erscheinen moralische Werte wie Constantia, Frugalität und Aufrichtigkeit für den Märtyrer als die ,wahren’ und einzig richtigen Tugenden. Diese können als sogenannte ,ewige Werte’ bezeichnet werden. Denn diese ,guten Werte’ besiegen den Tod bzw. bestehen auch nach dem Tode weiter. Dem gegenüber stehen die rein weltlichen Dinge wie z.B. Reichtum, Macht und Ansehen. Diese irdischen Güter spielen in der metaphysischen Welt keine Rolle mehr, denn sie überwinden den Tod nicht, sondern scheiden mit dem Tod vom Menschen. Genau das hat der Märtyrer erkannt. Deshalb werden für diese Person irdische Dinge im Vergleich zu Güte und Nächstenliebe nichtig. Der Märtyrer weiß, dass er durch seine Tugenden das ewige Leben erlangt und ihn nach seinem Tode Glückseligkeit erwartet. Mors ultima - der Todestag - ist deshalb für den Märtyrer nicht der letzte Tag seines Lebens, vielmehr beginnt für ihn danach erst das ewige Leben. Mors ultima kann für den Märtyrer somit auch als ultima spes bezeichnet werden. 
520 |a Inhaltsangabe:Einleitung: Auf den folgenden Seiten soll erst ein allgemeines Bild des Märtyrers projektiert und dargestellt werden, um in einem zweiten Schritt diese allgemeingültigen Aussagen auf Gryphius` spezifische Märtyrerfiguren anzuwenden oder zu kontrastieren. Die vier untersuchten Dramen Leo Armenius, Catharina von Georgien, Carolus Stuardus und Aemilius Paulus Papinianus weisen jeweils eine Gemeinsamkeit auf: der Dramenheld ist zugleich Titelfigur und stirbt als Märtyrer – wie im einzelnen zu zeigen sein wird. Dementsprechend gliedert sich diese Arbeit in drei Teile: einen allgemeinen Part zum Märtyrer, der Darstellung der Märtyrerfigur in Gryphius` vier Dramen (unter Berücksichtigung der Forschungsliteratur) und einer Ausarbeitung des Gryphschen Märtyrerbegriffs. Die einzelnen Tragödien sollen jeweils unter dem Aspekt des Märtyrertodes analysiert werden, um schließlich den für Gryphius eigenen Märtyrerbegriff zu konstruieren. In dieser Schlussbetrachtung soll verdeutlicht werden, inwiefern Gryphius einen von der Tradition unabhängigen Märtyrerbegriff entwickelt bzw. er sich an dem historischen Terminus orientiert. Als Märtyrer wird eine Person bezeichnet, die sich für eine Idee bzw. ihre Überzeugung einsetzt, dafür Nachteile und Verfolgungen in Kauf und sogar den Tod auf sich nimmt. Charakteristisch für jeden Märtyrer ist seine "Standhaftigkeit, sein übermenschlicher Mut, ihre Seele bleibt von den Qualen des Leibes unangefochten, und sie gehen zur Folter, die zum unabdingbaren Bestandteil des Märtyrertodes wurde, wie zu einem Fest". Der Begriff Märtyrer entstammt dem griechischen Wort Martyros, das mit Zeuge übersetzt werden kann. Mit dem Begriff des Zeugen wurden um das Jahr 100 vor allem Christen verbunden, die nach der Lehre Christi lebten. Im zweiten Jahrhundert nach Christi unterlag der Begriff Martyros dann einem Bedeutungswandel; er wurde präzisiert und die Konnotation bezog sich nun vor allem darauf, dass ein Märtyrer für seinen Glauben sterben musste. In der Epoche des Barock entstanden zahlreiche Märtyrerstücke. Mit dieser Art von Dichtung sollten Menschen bekehrt werden, sie sollten sich wieder auf ihre christlichen Werte berufen und sich zu ihrem Glauben bekennen. Gerade in Andreas Gryphius` Märtyrerdichtung wird der Tod des Dramenhelden nicht als negatives Moment des Lebens dargestellt. Es erscheint vielmehr so, als würde der Märtyrer in den Dramen als Sieger über den Tod hervorgehen. Der Held weiß, dass nach seinem Tode [... 
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