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Das Element Wasser in den Tristan-Bearbeitungen Eilharts und Gottfrieds / Gerrit Reichert

Inhaltsangabe: Es lag nicht in der ursprünglichen Intention dieser Untersuchung, originell sein zu wollen. Aufgabe und Ziel der Untersuchung waren klar definiert: primär sollte das Wasser in den Epen Eilharts und Gottfrieds in seinen erzählerischen Bezügen dargestellt werden, nicht mehr, aber auch -... Full description

PPN (Catalogue-ID): 867552956
Nebentitel: Diplomarbeit
Personen: Reichert, Gerrit [VerfasserIn]
Format: eBook eBook
Language: German
Published: Hamburg, Diplom.de, [2009]
Edition: 1. Auflage
Hochschule: Diplomarbeit, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, 1994
Basisklassifikation: 18.10
17.93
Formangabe: Hochschulschrift
Notes: Lizenzpflichtig.
Physical Description: 1 Online-Ressource (159 Seiten)
ISBN: 978-3-8366-3282-9

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520 |a Inhaltsangabe: Es lag nicht in der ursprünglichen Intention dieser Untersuchung, originell sein zu wollen. Aufgabe und Ziel der Untersuchung waren klar definiert: primär sollte das Wasser in den Epen Eilharts und Gottfrieds in seinen erzählerischen Bezügen dargestellt werden, nicht mehr, aber auch - in Anbetracht der gesamten Textquantität von über fünfundzwanzigtausend Versen - nicht weniger. Ein erster Arbeitsschritt führte dann zu Fragen, die erst einmal von der unmittelbaren Themenstellung hinwegführten. Ihre Beantwortung sollte den weiteren Fortgang der Untersuchung mit bestimmen. Geklärt werden mußte zunächst, welche Bedeutung dem Wasser im allgemeinen und insbesondere in den in Rede stehenden mittelhochdeutschen Epen zukommen würde, ob es eine Bedeutung jenseits des rein episch Elementar-Dinglichen hätte. Wegweisend war hier der Aufsatz Martin Nincks, der das Wasser als zentrales symbolisches Element des antikischen Seelenglaubens beschrieb, demzufolge der Auszug der Seelen durch das Wasser und mit ihm korrespondierender Motive, wie zum Beispiel dem steuer- und orientierungslosen Schiff, angezeigt wurde. Mit diesem Glauben ging die Vorstellung einher, daß sich die Seele aus der Begrenztheit des Körpers befreien würde und im freien und ungehinderten Flug jenseitige Sphären aufsuchen würde. Die Kongruenz der antikischen Motivik mit der Wasser-Motivik in den Epen Eilharts und Gottfrieds - so der Schiffsmotivik beider Irlandfahrten oder der Quelle im Baumgarten - war evident. Es stellte sich die Frage, ob sich der antikische Sachverhalt - der Seelenglaube und die Motivik, in der er sich symbolisiert -, auch für das Mittelalter nachweisen lasse, ob wir es in den in Rede stehenden Epen mit der Konstanz und also literarischen Widerspiegelung einer uralten Glaubensform zu tun hätten. Dabei mußte zunächst geklärt werden, welche Bedeutung der Allegorie in den mittelhochdeutschen Epen zukommt. Würde es sich herausstellen, daß sie dort keine Bedeutung hätte, dann wäre jeder weitere Gedanke an eine Mehr-Bedeutung des Wassers im Kontext einer bestimmbaren stofflichen Tradition in den Epen Eilharts und Gottfrieds pure Spekulation und mithin müßig. Ausgehend von der im Buchstabensinne bahnbrechenden Antrittsvorlesung Friedrich Ohlys im Jahre 1958, der die Lehre vom mehrfachen Schriftsinn als von den frühen Kirchenvätern an überkommen konstituierendes bibelexegetisches Verfahren für das Mittelalter festgestellt hatte, wurde die Frage nach dem Vorkommen der Allegorie in weltlichen Texten von der Forschung intensiv diskutiert. Sie wurde zuletzt überwiegend bejaht. Eine Spur führt dabei von der mittelalterlichen Allegorie direkt zurück zur antikischen Mantik. Wolfram Hogrebe wies darauf hin, daß die christliche Allegorie die antikische Mantik ablöst und dabei deren Symbolik bis in die Neuzeit hinein weiterführt: "(...) spielende Delphine prophezeien Sturm bei Theophrast, Cicero, Artemidor, Plinius, ebenso wie bei Isidor, Pseudo-Hugo von St. Viktor, Dante und noch in der Emblematik (des 16. u. 17. Jhs., G.R.)". War somit die primär methodische Verbindung zwischen Antike und Mittelalter belegt, fragte es sich nun, ob der gleiche Sachverhalt auch inhaltlich, das heißt in der Glaubensform und der sie darstellenden literarischen Motivik, belegbar sein würde. Im Ergebnis wurden sowohl die antikische Glaubensform des Seelenauszuges als auch ihre Motivik für das Mittelalter bestätigt. Damit war es nicht mehr möglich, den für das Mittelalter erarbeiteten Verstehens-Kontext des Wassers einer rein analytischen Betrachtung seiner erzählerischen Bezüge hintanzustellen oder gar auszusparen. Ein Kompromiß wurde darin gefunden, daß beides, das mittelalterliche Verständnis des Wassers und dessen erzählerische Bezüge in den in Rede stehenden Epen, zunächst vollkommen getrennt behandelt werden. Gang der Untersuchung: In einem ersten Teil wird das Wasser in seinen literarmotivischen Ausformungen von der Frühzeit bis in den uns interessierenden Zeitraum des ausgehenden 12. und des beginnenden 13. Jahrhunderts hinein untersucht, zugleich sein tradierter stofflicher Gehalt. Es wird sich zeigen, daß das Wasser in Korrespondenz mit den Motiven Schiff, Quelle und Fluß auf den Kontext ekstatische Erfahrung/Überfahrt- Jenseitsreise/Tod verweist. Im zweiten und dritten Teil folgt die Analyse des Wassers in seinen erzählerischen Bezügen, zunächst unabhängig vom ersten Teil. Um die Bezüge ausreichend darzustellen, mußten beide Epen ausführlich paraphrasiert werden. Der Fortgang der Untersuchung ist dabei ein paralleler: Es wird jeweils ein Abschnitt beider Epen untersucht, das Ergebnis dann für den jeweiligen Abschnitt zusammengefaßt und schließlich für beide Epen miteinander verglichen. Unter Einbezug der Stoffgeschichte und, wo nötig, epischer Vorläufer der in Untersuchung stehenden Epen, wird sich durch die Untersuchung der erzählerischen Bezüge des Wassers herausstellen, daß ein Kreis von Motiven stets mit ihm korrespondiert, von denen ein jedes ebenso im traditionellen Bedeutungsfeld der Toten- oder Seelenreise steht. An einem bestimmten Punkt dieser Untersuchung angekommen, mußte daher der im ersten Teil erarbeitete mittelalterliche Verstehens-Kontext des Wassers miteinbezogen werden. Im Ergebnis zeigte es sich, daß das Wasser als uralter mythisch-kultureller Bedeutungsträger, seine über einen sehr langen Zeitraum hinweg nahezu konstante literarmotivische Ausformung und seine Verwendung in den Tristan-Epen noch durchweg innerhalb einer ungebrochenen Stoff- und Motivtradition steht. Das Baumgarten-Kapitel bei Gottfried beschließt daher den Untersuchungsteil mit der exemplarischen Interpretation der Szene vor dem Hintergrund der Seelenreise, die bis dahin als konstituierend für die Tristan-Epen Eilharts und Gottfrieds erarbeitet wurde. Eine solche Untersuchung bewegt sich inhaltlich zwangsläufig im Zwischenraum von Literaturwissenschaft, Geschichtswissenschaft und Ethnologie. Sie wäre von ihrer Anlage her nicht möglich gewesen, hätte sie sich ausschließlich auf die Forschungslage der Literaturwissenschaft zum formulierten Thema stützen müssen. Ich möchte in diesem Zusammenhang Herrn Prof. Huber herzlich dafür danken, daß er mir mit Geduld und Verständnis den nötigen Freiraum für eine solche breit angelegte Untersuchung gab. 
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