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Das Bild der "Neuen Frau" im Frühwerk Irmgard Keuns / Kerstin Haunhorst

Inhaltsangabe: […] Der Typ der modernen Frau, die ganz selbständig sein will, zeichnet sich immer mehr ab. Die kurzen Haare, der kurze Rock sind nur Symptome, die bessere Bildung erzeugt ein neues Selbstgefühl. […] Der moderne Frauentypus ist keine Schöpfung einiger Libertins, […] sondern ein unwide... Full description

PPN (Catalogue-ID): 867564245
Nebentitel: Magisterarbeit
Personen: Haunhorst, Kerstin [VerfasserIn]
Format: eBook eBook
Language: German
Published: Hamburg, Diplom.de, 2008
Edition: 1. Auflage
Hochschule: Magisterarbeit, Universität Osnabrück, 2007
Basisklassifikation: 17.81
17.93
18.10
Subjects:

Keun, Irmgard / Frau / Geschlechterrolle / Soziale Stellung

Das kunstseidene Mädchen / Frau / Soziale Stellung

Formangabe: Hochschulschrift
Notes: Lizenzpflichtig.
Physical Description: 1 Online-Ressource (120 Seiten)
ISBN: 978-3-8366-1589-1

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Mit Beginn der Weimarer Republik erfolgte die lang herbeigesehnte gesetzliche Gleichstellung der Frau mit dem Mann. Frauen erhielten außerdem das aktive und passive Wahlrecht. Zum Studium waren sie bereits seit 1908 zugelassen. Zudem gab es durch Erweiterung des Dienstleistungs- und Verwaltungssektors einen enormen Zuwachs an weiblichen Angestellten. Diese prägten durch ihre Berufstätigkeit, ihren bequem-lockeren, aber weiblichen Kleidungsstil, ihr meist jugendliches Alter und ihre vor allem in den Großstädten ausgeprägte Freizeitkultur maßgeblich den Typ der Neuen Frau. Der Trend zur Visualisierung, ausgelöst durch die Verbreitung der modernen Bildmedien wie Fotografie und Film, unterstützte die äußere Typisierung des neuen Weiblichkeitsideals, das so zu einem Massenphänomen wurde. Die Neuen Frauen in den Medien waren schlank und sportlich mit Bubikopf, trugen leichte, schlichte und kurze Kostüme beziehungsweise Röcke, die die Beine betonten, gaben sich selbstbewusst und aufgeschlossen. Durch dieses Auftreten wurden sie in der Öffentlichkeit auch als sexuell freizügig wahrgenommen. Freies Ausleben der Sexualität rundete die allgemeine Vorstellung von der emanzipierten, unabhängigen Frau ab und wurde im Medienleitbild des großstädtischen Girls verkörpert, dem viele junge Frauen nacheiferten. Besonders Film und Revue konnten die verführerische Erotik Beine schwingender Tänzerinnen und den Reiz lasziver Weiblichkeit in Gestalt des Vamps zu Kassenschlagern machen. Die Weimarer Republik schien also endlich verwirklicht zu haben, wofür die bürgerliche Frauenbewegung seit Mitte des 19. Jahrhunderts gekämpft hatte: die Möglichkeit einer unabhängigen, selbstbestimmten Lebensgestaltung, die auch eine freizügigere, emanzipierte Einstellung zur Sexualität beinhaltete, gesetzliche Gleichberechtigung und politisches Stimmrecht. In den Jahren 1931 und 1932, der krisenhaften Endphase der Weimarer Republik, wurden die Debütromane Gilgi – eine von uns und Das kunstseidene Mädchen der jungen Irmgard Keun zu Bestsellern. Ihre Protagonistinnen trafen den Nerv der Zeit, indem sie durch Anpassung an das Modeideal und in ihrem anfänglich stark ausgeprägten Streben nach Selbständigkeit den Typ der Neuen Frau verkörperten. Weil sie thematisch Bezüge zur gesellschaftlichen Realität der Weimarer Republik herstellen, gelten diese Werke als Zeitromane. Irmgard Keun formulierte mit den Erlebnissen ihrer Heldinnen Gilgi und Doris, beide Stenotypistinnen, die Sehnsüchte und Aufstiegsphantasien der kleinen Angestellten. Keuns Heldinnen sind zunächst - ganz dem neuen Weiblichkeitsideal entsprechend - selbstbewusst und kess, streben nach Karriere, sind optimistisch und aktiv. In Beziehungsfragen geben sie sich erfahren bis abgeklärt, bestehen selbstverständlich auf ihrem Recht, sexuelle Erfahrungen außerhalb einer Ehe zu sammeln. Gilgi und Doris machen aber im Verlauf der jeweiligen Romanhandlung einen Entwicklungsprozess durch, der sie ihre anfänglichen unbekümmert-idealistischen Aufstiegsträume und Selbständigkeitswünsche kritisch reflektieren lässt. Daher stellt sich die Frage, inwieweit die Romanfiguren dem Typ der Neuen Frau tatsächlich entsprechen beziehungsweise inwiefern und aus welchen Gründen Irmgard Keun mit ihren Protagonistinnen von diesem Frauenbild abweicht. Gang der Untersuchung: Diese Arbeit soll aufzeigen, wie Irmgard Keun in ihrem Frühwerk den Typ der Neuen Frau darstellt. Um die Lebensverhältnisse der Protagonistinnen, ihre Träume und Ziele nachvollziehbar zu machen und um zu zeigen, auf welche realgeschichtlichen Umstände sich der Begriff der Neuen Frau gründet, wird zunächst in Kapitel 2 die gesellschaftliche Stellung der Frau in der Weimarer Republik dargelegt. Hierbei sollen in kritischer Darstellung der rechtlichen Verbesserungen und der noch bestehenden Hürden in den Bereichen Politik, Beruf und Privatbereich die Lebensverhältnisse der Frauen nachgezeichnet werden. In den Kapiteln 3.1 bis 3.3 wird gezeigt, wie zeitgenössische Medien das Bild der Neuen Frau vermarkteten und inwieweit sich diese Mediendarstellung mit den realen Lebensbedingungen der Frauen deckte. Mit diesem Hintergrundwissen aus der Zeitgeschichte wird Irmgard Keuns Figurendarstellung und damit ihre Wertung der Neuen Frau nachvollziehbar. Kapitel 3.3 stellt zudem die literarische Strömung der Neuen Sachlichkeit und das in diesem Kontext bedeutsame Genre des Zeitromans vor, dem die Romane Irmgard Keuns zuzuordnen sind. Dies erfolgt unter kurzer Bezugnahme auf andere berühmte Zeitromane, die die Neue Frau thematisieren. Weil eine vergleichende Analyse mit anderen Romanen nicht Ziel dieser Arbeit ist, werden in diesem Kapitel lediglich die prägnantesten inhaltlichen wie stilistischen Gemeinsamkeiten beziehungsweise Unterschiede zu den Werken Keuns dargelegt. Diese literarhistorische Einordnung liefert so die Grundlage für die Analyse der Erzähltechniken in den Kapiteln 5.6 und 6.5 sowie für den die Romananalyse zusammenfassenden Punkt Neue Frauen?, der gegebenenfalls vergleichend auf Punkt 3.3 zurückgreift. Damit dient die Untersuchung der Erzähltechniken auch der Beantwortung der Fragestellung dieser Arbeit. Die inhaltliche Romananalyse in den Kapiteln 5-6 wird von biographischen Aspekten, die im Zusammenhang mit Keuns schriftstellerischem Debüt wichtig sind, und ausgewählten Rezensionen eingeleitet (Kapitel 4). Der Hauptteil der Analyse konzentriert sich hauptsächlich – nach einer jeweils kurzen Vorbemerkung zum Aufbau, zu der erzählten Zeit und Erzählhaltung der behandelten Romane – auf den Entwicklungsprozess und die persönliche Veränderung der Protagonistinnen, die für die Fragestellung von grundlegender Bedeutung ist. Verschiedene Interpretationsansätze aus der Sekundärliteratur finden in der inhaltlichen Analyse Beachtung und dienen zur Unterstützung oder Widerlegung der Untersuchungsergebnisse. Kapitel 7 fasst die Ergebnisse der Arbeit bewertend zusammen und geht abschließend – unter kurzer Bezugnahme der heutigen gesellschaftlichen Stellung der Frau - erneut auf die Aktualität der untersuchten Werke ein. 
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